Schutzausrüstung in der Medizin

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Medizinische Schutzkleidung spielt vor allem im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle. In sanitären Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheimen oder einer Praxis bietet sie dem jeweiligen Personal und den Patienten Sicherheit vor infektiösen Erregern. Die persönliche Schutzausrüstung wird besonders dann verordnet, wenn dies den situativen Anforderungen entspricht. Im Allgemeinen werden hierfür bestimmte Produkte in Risikokategorien zugeordnet. Damit ist die Gefährlichkeit der einzelnen Tätigkeiten gemeint, bei der eine mechanische Verletzung oder eine Ansteckungsgefahr droht.

Schutzmaßnahmen

Oberflächliche mechanische Verletzungen können schnell passieren. Ungewollt verursachen Instrumente und Werkzeuge schnell Kratzer, Schnittverletzungen oder blaue Flecken. Aus diesem Grund sollten fürs Arbeiten mit Utensilien zumindest OP-Handschuhe, ein festes Schuhwerk und gegebenenfalls eine Schutzbrille getragen werden. Ebenso bedeutsam sind OP-Kittel, eine OP-Hose und ein OP-Mundschutz bzw. ein besserer Mund- und Nasenschutz. Bei einigen Arbeiten müssen weitere Schutzvorkehrungen getroffen werden und es sind Gehörschutz, ein Hitzeschutz, Ärmelschoner und Laborkittel zu tragen. Bei Infektionskrankheiten zudem Einwegschutzanzüge, ein Visier und Schutzmasken nach FFP2 bzw. FFP3 mit passender Filterleistung. Gerade durch die derzeitige Pandemie sind Schutzvorkehrungen umso wichtiger. Ein sauberes Umfeld, deshalb das A und O.

Infektionsprävention

Medizinische Schutzkleidung muss stets frei von Mikroorganismen oder anderen biologischen Substanzen sein. Ideal für den medizinischen Bereich ist darum eine Arbeitskleidung, die von ihrer Beschaffenheit und Aufgabe her einige Dinge beachtet. Der Rumpf sollte auf der Vorderseite bedeckt, außerdem desinfiziert sein und danach entsorgt werden können. Des Weiteren ist ein Weiterbrennen zu verhindern und deswegen zumindest die Brennklasse S-b nach der DIN-Norm 533 einzuhalten. Ferner darf in die Kleidung keine Flüssigkeit eindringen und sie darf sich auch nicht elektrostatisch aufladen. Sanitäre Einrichtungen sind nach dem Gesetz verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, gegebenenfalls auch zu reinigen. Da sich Schutzkleidung schnell kontaminiert, ist eine spezielle Behandlung notwendig. Sie müssen bei hohen Temperaturen um die 95 Grad und mit zertifizierten, desinfizierten Waschmitteln gewaschen werden. Eine private Reinigung wird daher nicht empfohlen, da diese nur selten den allgemein geltenden Normen entspricht.

Mundschutz

Gerade was den Mund- und Nasenschutz betreffen, gelten bestimmte Anforderungen an die Filterleistung. Einen guten Atemschutz bieten FFP2 Masken mit 95 % Filterschutz und FFP3 Masken mit 99 % Filterschutz. Sie verhindern, dass Erreger wie das Coronavirus in den Körper gelangen können, bieten aber gleichzeitig auch durch ihr Material ein angenehmes Ein- und Ausatmen. Meist sind es Einwegmasken, die nach einigen Stunden gewechselt und entsorgt werden müssen, da die Masken durch das Ein- und Ausatmen innen schnell feucht werden. Um die Maske ein wenig länger tragen zu können, bieten einige Hersteller ebenfalls Masken mit einem Kunststoffventil an. Das Ventil sitzt im vorderen Mundbereich und erleichtert das Ausatmen. In der Regel halten Masken nach dem FFP-Prinzip 12 Monate ab ihrem Produktionsdatum und sind CE zertifiziert. Zusätzlich zur Maske kann man noch ein Visier tragen, um Spritzer zu vermeiden.